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Grüner Star (Glaukom)

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Glaukomchirurgie: Laserverfahren und operative Behandlung des Grünen Stars

Der Grüne Star (Glaukom) ist die häufigste Erkrankung des Sehnervs. Diese führt in der Regel zu einem langsamen und schmerzlosen Verlust von Nervenfasern und damit zur Entstehung von charakteristischen Gesichtsfeldverlusten. Weitere Infos zur Erkrankung finden Sie auf der Seite «Glaukomvorsorge»

Falls der Augeninnendruck mittels lokaler Therapie nicht ausreichend gesenkt werden kann, kommen verschiedene Laserverfahren sowie die operative Behandlungen des Glaukoms in Frage.

Seheindruck mit Grauem Star

Beispiel für das Sichtfeld beim Glaukom (symbolische Darstellung)

Laserbehandlungen

Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT)

Bei der Selektiven Lasertrabekuloplastik (SLT) handelt es sich um ein modernes, schonendes Laserverfahren, bei welchem zwischen 80 – 100 Laserherde im Bereich des Trabekelmaschenwerkes gesetzt werden. Dies ist nur bei Offenwinkelglaukomen möglich. Es wird eine Verbesserung des Kammerabflusses und somit eine Augeninnendrucksenkung erreicht, welche meist für 2 Jahre anhält. Bei nachlassender Wirkung kann diese auch wiederholt werden. Der Eingriff wird unter lokaler Betäubung ambulant durchgeführt, ist für den Patienten meist völlig schmerzfrei und dauert maximal 10 Minuten.

Laser-Iridektomie (LIT)

Die Laser-Iridektomie dient der Behandlung von Engwinkelglaukomen (prophylaktisch und therapeutisch zur Verhinderung von Augeninnendruckspitzen und eines Glaukomanfalls) und der notfallmässigen Behandlung eines Glaukomanfalls. Es wird eine kleine Öffnung in der Regenbogenhaut angelegt, damit das Kammerwasser direkt von der hinteren Augenkammer in die Vorderkammer fliessen kann.

Operative Behandlung

Trabekulektomie

Die Trabekulektomie ist die älteste Glaukomoperation und bis heute die Standardoperation bei Erwachsenen mit Glaukom. Sie wird weltweit am häufigsten und mit dem durchschnittlich besten drucksenkenden Effekt durchgeführt. Es ist eine sogenannte fistulierende Glaukomoperation, bei welcher durch Entfernen eines kleinen Stückes Lederhaut eine offene Verbindung («Fistel») für das Augenwasser aus der Vorderkammer unter die Bindehaut geschaffen wird. Die Bindehaut bildet dann ein sogenanntes Sickerkissen als Zeichen eines komplett neuen Abflussweges für das Augenwasser. Für den Erfolg des neuen Abflussweges sind die ersten 4 bis 6 Wochen nach der Operation entscheidend, da die natürliche Wundheilungsreaktion wieder zu einem Verschluss des Abflussweges führen kann. In dieser Zeit sind daher regelmässige Kontrollen beim operierenden Augenarzt notwendig, um einen bestmöglichen Erfolg der Behandlung zu erreichen.

Bei 70 – 80% der operierten Augen sind nach einer erfolgreichen Trabekulektomie keine drucksenkenden Augentropfen mehr nötig.

Implantation eines Drainage-Röhrchens

Bei diesem weniger invasiven Eingriff wird wie bei der Trabekulektomie durch Implantation eines Röhrchens ein neuer Abflussweg unter die Bindehaut geschaffen. Es bildet sich ebenso ein Sickerkissen und auch hier kann die Wundheilung den Abflussweg wieder verschliessen. Drainage-Röhrchen können nur bei Offenwinkelglaukomen eingesetzt werden. Die Erfolgschance liegt im Bereich der Trabekulektomie bei jedoch etwas weniger Drucksenkung und einer nicht sehr langen Langzeiterfahrung (erst seit 2015).

Zyklophotokoagulation (klassisch, destruktiv)

Bei der klassischen Zyklophotokoagulation werden mittels Laser die Augenwasser-produzierenden Zellen des Strahlenkörpers (Ziliarkörper) zerstört. Dieses Verfahren hat im Vergleich zu allen anderen Eingriffen das Ziel die Augenwasserproduktion zu verringern. Meistens sind wiederholte Behandlungen notwendig, um den Augeninnendruck mittel- und langfristig zu senken. Drucksenkende Augentropfen müssen in der Regel weiter angewendet werden.

Mikropuls transsklerale Lasertherapie (MP-TLT)

Bei der Mikropuls-Laserbehandlung handelt es sich um eine schonendere Laserbehandlung im Vergleich zur klassischen Zyklophotokoagulation. Hierbei wird durch eine 80 Sekunden dauernde Behandlung der Abflussweg im Bereich der Lederhaut verbessert. Vorteilhaft sind die kurze Eingriffsdauer und die weniger häufigen Nachkontrollen. Nachteilig sind die schlechte Vorhersagbarkeit der drucksenkenden Wirkung sowie die Notwendigkeit erneuter Behandlungen und die weitere Anwendung der drucksenkenden Augentropfen.

Nahaufnahme Auge - Trabekulektomie Glaukom-Op am Auge
Augenzentrum Eyeparc